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Monde in die Nacht gesungen
Elias Maya
Idee, Konzeption, Bilder, Video, Performance
Angelika Kallenbach, Kuratorin, Konzeption
Frank von Häfen Tonkunst/Komposition Heike Ehrhardt, Saxophon Sigrid Balk Sprechgesang, Performance Rolf Servatz, Trommel
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Multimedia Inszenierung
in und um die Marienkapelle auf dem Karmelenberg Bassenheim
August 2011
Objekte, Bilder- und Videoinstallationen, Performance, Tanz und Musik
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 Rückseitige Ansicht der Marienkapelle mit Einsiedlerklause über dem Chor
Elias’ Erfahrung als Eremit

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Wenn der Künstler zum Berg kommt ...
Angelika Kallenbach
In der Nähe von Bassenheim, in der Eifel bei Koblenz, liegt auf einem erloschenen Vulkankegel die Marienkapelle, eine alte Wallfahrtskirche (1662 im barocken Stil erbaut). Den Hauptaltar schmückt eine Madonna auf der Mondsichel. Der Kapelle wurde an der Nordseite eine Eremitage angebaut, die einem Eremiten übergeben wurde.
„Dieser Berg hat mich gerufen“, sagte der Künstler als er begann, sein Projekt zu planen.
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Der Karmelenberg gibt die Themen vor: Mond – Madonna – Eremit – Elias
Der Mond wird aufgrund seines 28- Tageumlaufzyklus um die Erde in vielen Kulturen als weibliches Symbol gedeutet. Wegen seiner ständig wechselnden Gestalt gilt er auch als Sinnbild für das ewige Auf und Ab des Lebens. Er steht auch sinnbildlich für Einsamkeit, Trost, Tod und Wiedergeburt.
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Die Mondsichelmadonna steht als Himmelskönigin auf diesem Symbol. Denn die Vorstellung einer jungfräulich-mütterlichen Göttin als Erdmutter und Mondgöttin ist viel älter als das Christentum. Man findet sie auch in der keltischen Kultur. Der Kar- melenberg war bezeichnenderweise ursprünglich keltisches Gebiet.

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Wer die Inszenierung erleben wollte, musste vorher den Kreuzweg zur Kapelle hochsteigen. Es ist wohl ein altes Bedürfnis der Menschheit, sich nach Erlittenem von der „großen Mutter“ trösten zu lassen. Da es das Anliegen des Künstlers ist, alte Themen in ihrer Bedeutung für die Gegenwart bildnerisch umzusetzen, hat Elias Maya den „sieben Kniefällen“ moderne Kreuzwegbilder entgegengesetzt. Sie zeigen Folter und Leiden – Werke von trauriger Aktualität.
Der „moderne Elias“ kämpft gegen die Götzen des Konsums und die Überbetonung materieller Werte. Um seine Beteiligung daran wissend, zeigt der Künstler seine Einsichten in einer Performance. Er bringt, begleitet von der kongenialen Musik des Tonkünstlers Frank von Häfen, Zeichen auf einer Folie an, die an Runen aus frühgeschichtlicher Zeit erinnern. Deren Bedeutung ist von alters her für den Menschen wesentlich und muss doch in jeder Generation neu verstanden und umgesetzt werden: Mut zur Selbstfindung, Mut zur Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit und Mut, herauszufinden, was das Wesentliche im Leben ist.
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Das Team:

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Angelika Kallenbach Rolf Servatz
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 Heike Ehrhardt Frank von Häfen |
v. l.: Wolfram Oberle (Tontechnik), Annett Fischer (Assistenz), Peter Schmitz (Filmdokumentation), Elias Maya, Stefan Czernik (Lichttechnik), Sigrid Balk (Performance), Frank von Häfen (Tonkunst, Komposition), Rolf Servatz (Trommel), Heike Ehrhardt (Saxophon), Angelika Kallenbach (Kuratorin)
Veranstalter:
Garwain Verlag & Kunst_projekte Kallenbach Koblenz
In Zusammenarbeit mit der
Gemeinde Bassenheim, dem Förderverein für die Marienkapelle auf dem Karmelenberg, der Pfarrei St. Martin Bassenheim und der Kath.Pfarreiengemeinschaft Ochtendung-Kobern
Unterstützt wurde das Projekt durch:
Klangzeit Everson Artron Kunsthandwerk Josef Mathar Hotel Restaurant Zum Hirsch HKL Baumaschinen
Fotos:
Josef Mathar, Winfried Scholz, Reinhard Kallenbach
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Abschlusskonzert mit dem Duo Everson:
Heike Ehrhardt, Saxophon Andreas Wahl, Marimbaphon
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