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„Was soll ich lieben, wenn nicht das Rätsel?“ (Giorgio de Chirico)
Ein Essay über die neue Ölmalerei des Künstlers Elias Maya
... Elias Maya konfrontiert mit Bildplänen, die mit soziologischem, metaphysischem, zeitge-schichtlichem und kunsthistorischem Spreng- stoff unterfüttert sind. Darüber anzutreffen sind Gemälde (sowie grafische Sequenzen), wo die Bereiche Mythologie, Eros, Humor, Farce, Parodie und das Pokerface des Künstlers dominieren. Eine entscheidende Rolle spielt allenthalben, dass entgegen wirklichkeitsnaher Rückbezüge das Gesamtbildambiente geprägt wird durch Unklarheiten, Geheimnisse und jene, für Vorbild de Chirico so wesentliche Rätsel- haftigkeit. Die Standardfragen: wer, was, wo und warum lässt Elias Maya grundsätzlich, gezielt undefiniert, offen. Das Ergebnis sind mehrdeutige Fälle von Konditionales und Irreales ...
... Den übergreifenden Knotenpunkt bildet jedoch das breit schattierte, tiefschürfend ergründete existentielle Drama des menschlichen Erden daseins. Zu gewärtigen sind zumeist von Solo- protagonisten besetzte Bilder, wo Themen entfesselt werden wie: Sinnsuche, Wanderschaft, Macht, Bedrohung, Angst, Orientierungslosigkeit, Flucht, Rastlosigkeit, Maskerade oder Illusion und Mortalität.Literarische Assoziationen zu Albert Camus „Der Fremde“, zu Jean Paul Sartre, zu Franz Kafka ebenso wie zu Lektüren aus dem Beritt fantastischer Realismus (Edgar Allen Poe) drängen sich auf ...
Christina zu Mecklenburg, Kulturjournalistin Bonn, 18. August, 2009
Textausschnitt
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